Stricken

Stricken ist die Herstellung von Maschen mit Hilfe eines oder mehrerer Fäden oder Garne sowie zweier oder mehrerer Nadeln. Der Faden wird dazu auf der Nadel mit sich selbst verschlungen. Gestricke sind im Vergleich mit Geweben dicker, schwerer, wärmeisolierender und durchsichtiger.

Stricken ist die Herstellung von Maschen mit Hilfe eines oder mehrerer Fäden oder Garne sowie zweier oder mehrerer Nadeln. Der Faden wird dazu auf der Nadel mit sich selbst verschlungen.

 

Gestricke sind im Vergleich mit Geweben dicker, schwerer, wärmeisolierender und durchsichtiger.

Stricken von Hand
Als Material verwendet man Handstrickgarn, das z. B. aus Seide, Wolle, Baumwolle, Viskose oder Polyacryl bestehen kann. Die Stricknadeln werden aus Stahl, (Bambus-) Holz, Kunststoff oder Carbonfasern angefertigt, sind 15 bis 50 cm lang, überall gleich stark (2–20 mm) und an den Enden etwas zugespitzt. Wenn man mit zwei Nadeln strickt, so sind diese an einem Ende mit einem Maschenstopper versehen, damit die Maschen nicht abgleiten können. Auf die eine Nadel werden durch Knüpfen Maschen aufgelegt; diese Nadel nimmt man in die linke Hand und legt den an der letzten Masche hängenden Faden über den Zeigefinger um die anderen Finger; mit der von der rechten Hand gehaltenen zweiten Nadel sticht man in die erste Masche, fasst mit der Nadel den straff angezogenen Faden, zieht ihn durch die Masche hindurch und lässt diese von der Nadel heruntergleiten. Da der Faden ohne Unterbrechung fortläuft, sind alle Maschen miteinander verbunden. Die Haltung der Stricknadeln unterscheidet sich zwischen den Ländern, d. h. sie ist z. B. in Deutschland anders als in Italien. Die Bilder zeigen das Vorgehen bei „englischer“ Strickweise (gebräuchlich im angelsächsischen Raum, teilweise auch in den Niederlanden und Frankreich), bei der der Faden mit der rechten Hand geführt wird. Bei „kontinentaler“ Strickweise, die im deutschsprachigen Raum gebräuchlicher ist, wird der Faden mit der linken Hand geführt und mit der rechten Nadel durch die vorhandene Masche durchgeholt.

Stricken mit 5 Nadeln, dem Nadelspiel
Man unterscheidet rechts- und linksgestrickte Maschen. Beim Rechtsstricken sticht man von vorn in die Masche und zieht den Faden von hinten nach vorn durch, beim Linksstricken ist es umgekehrt. Ist die Strickarbeit lappen- oder streifenartig, so bedient man sich zweier Nadeln und wendet jedes Mal am Ende der Nadel das Strickzeug um. Will man ein Rund stricken, so braucht man vier oder fünf Nadeln (ein so genanntes Nadelspiel) oder eine Rundstricknadel, die aus zwei durch einen Perlondraht miteinander verbundenen Nadeln besteht. Verwendet man ein Spiel, so werden die Maschen auf vier Nadeln verteilt, die fünfte wird zum Abstricken der Maschen verwendet. Bei einer Rundstricknadel werden die Maschen fortlaufend abgestrickt, wodurch ein schlauchförmiges Gestrick entsteht. Durch die Variation von rechten und linken Maschen, Ab- und Zunahmen, Umschlägen, Verschränken der Maschen und anderen Arten von Maschenbildungen kann man verschiedene Muster in die Strickerei einbringen (Strickmuster). Mit der so genannten Doppelstrick-Methode, die vor allem in Ostpreußen zu Hause war, werden zwei verschieden farbige Fäden verstrickt. Dadurch können Mützen, Strümpfe oder Handschuhe so hergestellt werden, dass bei kompletter Wendung der Innenseite nach außen das gleiche Muster, aber in der anderen Farbe zu sehen ist.
Gestrickt werden können fast alle Arten von Kleidungsstücken wie z. B. Strümpfe, Pullover, Röcke, Jacken, Strickjacken, Hauben, aber auch Kunststrick-Decken, Gardinen, Teppiche etc.

Quelle:  Wikipedia


  1. Ingrid Krause - Mai 12, 2014

    Liebe Christine!

    Ich finde Deine Anleitungen super. Nur finde ich die Socken-Größen-Tabelle leider nicht. Wäre sehr dankbar für einen kurzen Hinweis. Herzlichen Dank schon jetzt.

    Mit liebem Gruß

    Ingrid Krause

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